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GROSZSERBISCHE EXPANSIONISTISCHE GEOPOLITISCHE PROGRAMME MIT DEM ZIEL DER VERTREIBUNG DER ALBANER

 

Na?ertanije (Entwurf, 1844). Die außenpolitische Plattform des serbischen chauvinistischen Bürgertums, die nach der Konsolidierung ihrer politischen Position im serbischen Staat von I. Garašanin (16.01.1812–16.06.1874) erarbeitet wurde, der anfangs Innenminister, danach Außen– und Premierminister Serbiens war und am Sturz des Knjaz Mihajlo Obrenovi? sowie an der Thronbemächtigung des Aleksandar Kara?or?evi? teilgenommen hatte. Dieses geheime Programm wurde unter dem Einfluß Adam Czartoryskos’, Führer der rechten Emigration in Paris, und unter dem Einfluß Franjo Zachas, seines Agenten in Serbien, geschrieben. Ursprünglich war Na?ertanije als außenpolitischer Kursplan gedacht, im nachhinein wurde sie aber dadurch angepaßt, daß man die geopolitischen Konzepte in den Dienst der Idee eines Großserbien stellte. In Na?ertanije wurde statt des Prinzips der Nationalität die Idee des großserbischen Staates propagiert, die sogenannten "historischen Rechte", nach denen der neue serbische Staat unmittelbarer Erbe des mittelalterlichen Reiches des Stefan Dušan1 sein sollte. Hand in Hand mit der Absicht, die von Südslawen bewohnten Gebiete um den serbischen Staat zu vereinen (Bosnien–Herzegowina zählte dementsprechend auch zu den serbischen Landen), sah Na?ertanije auch den Anschluß der albanischbewohnten Gebiete des Kosova–Vilayets und das gesamte Nord- und Mittelalbanien vor. Großserbische Denker werden Na?ertanije als “eines der wichtigsten Dokumente für die serbische Geschichte des 19. Jahrhunderts" betrachten.2

Dieses Programm blieb die Grundlage der serbischen Außenpolitik während der gesamten Periode von 1844 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Zum Teil wurde es während des Ersten Balkankrieges verwirklicht, als Serbien aufgrund der Beschlüsse der Botschafterkonferenz in London (1912–1913) Kosova, Dibër (Debar) und andere östliche Gebiete Albaniens anschloß und dort mit Gewaltherrschaft eine Politik des Genozids und der ethnischen Säuberung verfolgte. Um das Programm weiter zu verwirklichen hoffte Serbien auf die Hilfe von Rußland und auf die Errichtung eines polizeilichen Informationsnetzes, einer starken Bürokratie, einer Propagandamaschinerie, der Ausbildung von Agenten im In- und Ausland, der Herausgabe von kirchlichen Büchern sowie der Gründung von Gesellschaften und Propagandazentren (in Dubrovnik und anderswo). Eine zentrale Frage in diesem Programm, die bis zu den Weltkriegen umstritten blieb, war, was Großserbien und was Jugoslawien ist.3 Um das erste Vorhaben durchzuführen, wurde unter anderem auch die gewaltsame Vertreibung der Albaner aus den Gebieten des antiken Dardanien vorgesehen. Dieses Ziel werden auch andere spätere Kreise verfolgen, indem sie Na?ertanije mit weiteren geopolitischen Dimensionen "bereichern", stets zu Ungunsten der Albaner.

"Migrationen und die Herkunft der Bevölkerung” in Jovan Cviji?s politischen Geographie des Balkans
Auch früher, lange bevor Frederik Racel seine "Politische Geographie" (die seine Mitdenker, Schüler und Nachfolger nachher Geopolitik tauften) publizierte, trifft man auf Gedanken und Ideen über die Wichtigkeit der geographischen Faktoren für die Entwicklung und Perspektive der Staaten. "Die Politik der Staaten liegt in ihrer Geographie" ist ein berühmter Satz Napoleons, der eine alte Idee ausdrückt, deren Ursprünge man bis ins 5. Jh. v.Chr. in der "Abhandlung über Luft, Wasser und Erde" des Hypokrates (460–377 v.Chr.) verfolgen kann. Dieser Satz hat allem Anschein nach auch Cviji? bei seinen Studien über die Balkanhalbinsel geleitet.4 Das bürgerliche Serbien (darunter befand sich auch sein Zeitgenosse und Mitdenker Nikola Paši?) fand in Jovan Cviji? seinen Repräsentanten, dem immer die Mittel für seine Forschung in unterschiedlichen Gebieten des Balkans besorgt wurden. Für seine hochgeschätzten Verdienste wurde er mit der Teilnahme an der Ersten Friedenskonferenz in Paris belohnt, wo er seinen "wissenschaftlichen" Standpunkt darstellen sollte, daß "sein Staat belagert ist", "sein Volk – gefangen", daß die Morphologie der Balkanhalbinsel im Grunde für die Errichtung eines großserbischen Staates günstig sei, daß Serbien allerdings nur mit einem Zugang zur Adria die notwendigen Bedingungen für eine wirtschaftliche Unabhängigkeit hätte. Die Raffiniertheit des Geopolitikers des serbischen Bürgertums Jovan Cviji? "erfand" die Idee der "anti–ethnischen Notwendigkeit", daß, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen, "Serbien einen Teil der albanischen Küste gewinnen sollte". Bevor wir den Beitrag Cviji?’s zur Erforschung der Migrationen in Südosteuropa behandeln, wäre noch zu erwähnen, daß er in der Erörterung von anthropogeographischen, soziologischen, ethnographischen und psychologischen Fragen der Bevölkerung ähnliche Standpunkte vertritt, wie F. Racel, K. Haushofen, Maockinder, Mahan, Skypman u.s.w. Und die obenerwähnten gingen von den Ideen Herodots aus sowie von den Thesen des griechischen Historikers Tukidides – die biologische und organische These des Staates als lebendiges Wesen, (wie auch dem Werk von R. Kiellen zu entnehmen ist) und gehen letztendlich zum Rassismus über. Die Cviji?sche geopolitische Schule sowie andere ähnliche Schulen betrachten die territoriale Erweiterung als eine biologische Notwendigkeit im Leben der Staaten. Die Staaten sind Organismen, deren wichtigste Charakteristik das Wachstum ist. Jene und ähnliche Konzepte beanspruchen räumliche Erweiterungen durch Aneignung fremder Gebiete in der Absicht, natürliche geographische Ganzheiten mit natürlichen Grenzen um der wirtschaftlichen Unabhängigkeit willen zu errichten. Es ist dementsprechend ein zentrales Problem der Geopolitik, "der Raum mit seinen komplexen natürlichen Charakteristiken", die hier jedoch als "Lebensraum – Raumgeopolitik", wie es in der deutschen Schule bezeichnet wird, behandelt und von Serbien, angeregt vor allem durch den großen Bruder Rußland, nachgeahmt wird. Ähnlich wird sie für geostrategische Ziele im "amerikanischen Glauben" in "Manifest Destiny M.D." angewandt, wie die Idee des Isolationismus bei der Lehre Mores oder bei den Kolonialbesetzungen europäischer Mächte, beim wirtschaftlichen Determinismus, die alle im Rassismus enden.5

Jovan Cviji? betrieb ursprünglich Geophysik und Geomorphologie und zwar mit ansehnlichem Erfolg, seine Arbeit im Gebiet der "Geographie der Menschen" ist dagegen sehr umstritten und subjektiv. Nichtsdestotrotz ist sein Einfluß auf die Ausbildung neuer großserbischer Forscher um so mächtiger. So wird der Historiker Vladimir Stojan?evi? hinzufügen, daß "die Bestimmung der Richtung wichtigster Etappen der Wanderbewegungen von breiten Volksschichten die wichtigste Entdeckung (Ergebnis) Cviji?’s bleibt, die auch heutzutage durch historische Archivarbeit erwiesenermaßen nachvollziehbar ist".6 Sein Schüler und nächster Mitarbeiter, Jovan Erdeljanovi?, fügt hinzu, daß "wenn es Cviji? nicht gegeben hätte, wir bis heute (1927 Anm. d. Aut.) so gut wie nichts über diese ausgeprägten Phänomene, Wanderungen und Strömungen, die von gravierender Bedeutung für die neuere Entwicklung unseres (serbischen Anm. d. Aut.) Volkes sind, wissen würden".

Er bildete schon 1896 die methodischen und strukturellen Grundlagen zur Erforschung von Migrationen und anderen anthropogeographischen Problemen (damals besetzte die Anthropogeographie eine starke Position innerhalb der Geographie) mit der Veröffentlichung der "Hinweise zur Erforschung von Dörfern in Serbien und anderen serbischen Gebieten". Solche "Hinweise" wird er auch später – 1898, 1911, 1922 – über andere zeitgemäße Probleme geben. Seine ersten Ansichten über die Arbeitsmethode in der Migrationsforschung faßte er in der Arbeit "Anthropogeographische Probleme der Balkanhalbinsel" (1902) zusammen. Sein Anhänger Vojislav Radovanovi? wird anhand deren feststellen, daß Cviji? "dieses soziologische Fach der geographischen Wissenschaften auf handfeste, wissenschaftliche, genetische, dialektische und methodologische Grundlagen stützte".7 Von der Regierung angespornt und unterstützt bekundet Cviji? schon 1906 in seiner Rektoransprache seine ehrgeizigen Absichten: "In vielen Gebieten der Balkanhalbinsel haben die Wanderbewegungen der letzten drei Jahrhunderte die Bevölkerung gründlich verändert" und legt auch einen Arbeitsplan vor: "Man soll von Haus zu Haus gehen und die Herkunft jeder Familie herausfinden, und zwar im Raum von Saloniki bis Subotica und von Kotor bis Iskra", und dabei soll man "Kirchenregister und örtliche Archive ansehen und von ihnen alles abschreiben, was für diese Forschung relevant ist".8 Das Vorhaben bestand darin, "die Bevölkerung zu registrieren wie man auch den Boden kartographiert, und daraus spezielle Landkarten zu erstellen". Diese Feldforschungen würden sich durch die älteren Migrationen, die man aus den historischen Quellen kennt, genau ergänzen.9 "Er erforscht die Migrationen durch seine Schüler, Mitarbeiter und Feldforscher in einer "ausgezeichneten" Weise und mit einem hohen Organisationsgrad so, daß er nach 15 Jahren die Hauptgründe, Strömungen und Modalitäten der Wanderungen feststellt."10

Die ersten wichtigen Ergebnisse der Migrationsforschung veröffentlicht Cviji? in seinem Buch "Grundlagen der Geographie und Geologie Mazedoniens und Altserbiens" (1906), während die vollständigen Ergebnisse jahrelanger Migrationsforschungen in seinem bekannten Buch "Die Balkanhalbinsel und südslawische Länder – Grundzüge der Anthropogeographie" (1922) das Licht der Welt erblicken.

Er hatte verschiedene Formen räumlicher Bewegung der Bevölkerung Südosteuropas erforscht, so beispielsweise interregionale "metanastasische" Bewegungen ausgehend vom Mutterland und vom kolonisierten Land, die Auswanderung der "Muslime" Richtung Kleinasien, die Gastarbeiter, Saisonbewegungen, selbst Dorf–Stadt–Bewegungen. "Metanastasische" Bewegungen sind im Grunde eine "Abstraktion der jahrhundertealten Richtung der Aussiedler".11 Im westlichen und zentralen Teil der Balkanhalbinsel wird er einige "metanastasische Wanderungsströmungen" hervorheben: die dinarische (die stärkste und wichtigste so weit es die Folgen betrifft), die etliche "Verzweigungen" aufweist – aus Herzegowina und Montenegro, Sjenica, Pešter Richtung Šumadija, aus Bosnien-Herzegowina Richtung Dalmatien, aus Montenegro und Herzegowina Richtung Bosnien, Kosova und Dukagjin (serb. Metohija), die als eine der älteste sich der südlichen Vardar–Morava–Strömung im Vardartal anschließt, sowie diejenigen, die über die Save und die Donau hinausgingen. Es ist augenfällig, daß dieser Autor in Abwesenheit der Fakten sich des öfteren auf die Intuition und "logischen" Konstruktionen der ethnischen Landkarte des Balkans stützt: "Unter Albanern, die sich während der Türkenzeit ausgedehnt hatten … können vier gesonderte Migrationströmungen festgestellt werden: die der Bergbewohner – aus Dukagjin (mit dieser seien die Albaner am weitesten nach Osten vorgedrungen – bis Leskovac), die Shkumbin–Strömung (aus Albanien nach Westmazedonien) und die toskische Strömung (Richtung Griechenland, die Cviji?’s Meinung nach die größte albanische Migration ist)".12

Migrationen von Moslems Richtung Türkei wird er "inverse Auswanderung" nennen, als eine "besondere Art von Migrationen", die von besonderem Interesse "nicht nur nationaler sondern auch wissenschaftlicher Natur" seien. Die Hintergründe dieser Migrationen seien "nicht wirtschaftliche, sondern psychischer Art" gewesen.13

Laut Cviji? waren die Hauptgründe der Migrationen historischer und psychologischer Natur hervorgerufen durch das türkische Vordringen nach den österreichisch–türkischen Kriegen, durch verschiedene Kriege und Aufstände, durch Horden von "Kircali *", durch Religionszugehörigkeit und Unabhängigkeitskampf. Er unterstreicht die Bedeutung der Migrationen für die einheitliche nationale Staatenbildung, doch immer im großserbischen Sinne: "Migrationen und damit auch ethnische und ethnologische Prozesse schufen das Fundament, das durch die Arbeit und das Gemüt der Gebildeten das Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt wurde … sowie die Idee eines Staates".14 "Es ist bemerkenswert, daß in der Zeit zwischen den zwei Kriegen Migrationsforschung nur anhand des Materials betrieben wurde, das er (Cviji?) gesammelt hatte, und nach Problemstellungen, die er und seine Schüler formuliert haben".15

Abschließend sei erwähnt, daß "Cviji? besonderen Augenmerk auf die Erforschung der Bevölkerungsbewegungen in serbischen Gebieten geworfen hatte, die seiner Meinung nach das heutige Antlitz der Balkanhalbinsel geprägt haben, doch seine Thesen sind meistens nicht historisch belegbar und dienten nur der Argumentation der These von der "späten Albanisierung serbischer Gebiete". Die großen sozio-psychologischen und kulturellen Gruppen, in denen Cviji? die Bevölkerung des Balkans unterteilt, umfassen auf einer künstlichen Weise heterogene ethnische Elemente, da er die uralten ethno–kulturellen Besonderheiten, die sich im Laufe der Geschichte herausgebildet haben, abstreitet. Diesem Zwecke dient auch die Postulierung einer in nationaler Hinsicht "amorphen" Volkskategorie, worunter Cviji? Albaner und Mazedonier einreiht, bei denen – laut Cviji? – nicht die normalen Entwicklungsgesetze gelten, sondern hauptsächlich religiöse und Gewaltfaktoren. Hinter diesen Gesichtspunkten, insbesondere in den Entscheidungsjahren des Balkankrieges (1912–1913) und der Friedenskonferenz 1919–1920, versteckten sich die Absichten, die territorialen Ansprüche der damaligen großserbischen Politik zu stützen und zu begründen, um diesen Völkern das Recht auf einen eigenen Staat abzustreiten und Serbien andererseits die Mission der Zivilisation dieser Völker durch Assimilierung aufzuerlegen … Die Ansichten der Cviji?’schen Schule dienen noch heute als "wissenschaftliche" Basis der chauvinistischen großserbischen Politik.16

Organisierte Migrationen Richtung "Gelobtes Land", Tendenzen der Kolonisierung (Serbisierung) Kosovas

("Vertreibung der Arnauten *")

Neben anderen wird die Arbeit Cviji?’s mit noch größerer Entschlossenheit und Eifer von Vasa ?ubrilovi? fortgesetzt. "Das albanische Problem in unserem nationalen und staatlichen Leben entstand nicht gestern. Es war erheblich schon in unserem mittelalterlichen Leben, eine entscheidende Rolle bekam es jedoch im 17. Jahrhundert, als Massen von Serben aus den ehemaligen Gebieten der alten Raška in Richtung Norden auswanderten und an ihrer Statt albanische Bergbewohner kamen. Sie stiegen allmählich von ihren Bergen herunter in die fruchtbaren Ebenen Dukagjins und Kosovas und in den Norden vorstoßend dehnten sie sich Richtung Süd- und Westmorawa aus; durch die Sharrgebirge ließen sie sich Richtung Pollog nieder und von da zum Vardar. Bis zum 19. Jahrhundert entsteht somit ein Dreieck – ein albanischer Keil, der, sich stützend auf die Basis Dibër-Rogozne, in seiner nationalen Blüte tief in unser Gebiet eindringt, bis Niš und teilt unsere Landen der alten Raška von Mazedonien und Vardartal." So beginnt Vasa ?ubrilovi? seine Vorlesung im Belgrader Kulturklub am 7. März 193717 und meint zudem, daß "diesen Keil – das albanische Dreieck – Serbien schon seit dem ersten Aufstand zu säubern angefangen hat, indem es die Albaner aus den nördlichen Gebieten um Jahorina vertrieben hat. Dank des breiten staatlichen Konzepts eines Jovan Risti? hatte Serbien mit der Eroberung von Toplica und Kosanica noch weitere Teile von diesem Dreieck abschneiden können. Gebiete zwischen Jastrebac und südlicher Morava wurden damals radikal von Arnauten gesäubert. Unser heutiger Staat hat die Aufgabe seit 1918, die restlichen Teile des albanischen Dreiecks zu zerstören. Er tat es jedoch nicht. Es gibt viele Gründe dafür, wir werden allerdings nur auf die wichtigsten eingehen."

Zunächst bereitet dem Autor die Vermehrung der Albaner Kummer. Aus dem Inhaltsverzeichnis im Text ist ersichtlich, daß in den 18 Bezirken des albanischen Dreiecks das Wachstum der Albaner in der Zeitspanne 1921–1931 68.060 betrug, wogegen das Wachstum der heimischen und Serben – durch Geburten und Kolonisation – 58.745, also ein Unterschied von 9.315 zugunsten der Albaner. In diesem Zusammenhang fragt er, warum es keinen staatlichen Plan gibt, den jede Regierung ausführen würde, mit dem Ziel, die Anzahl der Albaner zu verringern, d.h. sie zu vertreiben. Bei der Kritik des ehemaligen Kolonisationsapparates, der seiner Meinung nach zu aufwendig und zu teuer war, beharrt ?ubrilovi? auf die Auswahl des Kolonisationselementes, das mit jeder Generation Früchte tragen wird. Er betrachtet zudem als eine der Ursachen des Mißerfolgs auch die Tatsache, daß die besten Grundstücke in den Händen der Albaner waren. "Anstatt sich des albanischen Weltbildes zu bedienen, um ihr Land zu beschlagnahmen – da kaum jemand eine türkische Besitzurkunde hatte, und das nur für gekauftes Land –, haben wir sie legalisiert, zudem brachten wir ihnen noch westeuropäische Begriffe von Privateigentum bei, was ein großes Unglück und ein großer Schaden für den serbischen Staat bedeutete."

Danach wird über die geostrategische Bedeutung des albanischen Blocks berichtet. "Die Stärke der serbischen Expansion seit der Gründung des ersten serbischen Staates im 11. Jh. lag in der Kontinuität… und diese Kontinuität wurde durch die Albaner unterbrochen, und solange sie nicht erneuert wird, wird die ununterbrochene Verbindung zwischen Serbien, Montenegro und Mazedonien trotz ihrer Breite vom Drin bis zur Südmorawa verhindern, daß wir unseres Besitzes je sicher sind", und führt weiter aus: "Im strategisch-militärischen Sinne nimmt der albanische Block eine der wichtigsten funktionellen Positionen am Punkt, wo sich die balkanischen Gewässer in drei Richtungen verteilen: Richtung Adria–, Schwarzmeer– und Ägäismündung, ein. Das Innehaben dieser strategischen Position wird in großem Ausmaß die Bestimmung des mittleren Balkans festlegen, insbesondere die Lage der Hauptverkehrswege am Balkan an der Morava-Vardar-Verbindung. Es ist deshalb nicht zufällig, daß sich gerade hier die für das weitere Schicksal des Balkans entscheidendsten Kämpfe zugetragen haben"… um somit empfehlen zu können, diese Gebiete unbedingt mit dem slawischen Element zu bevölkern. Es bleibt auch die Frage des Sand?ak, Novi Pazar nicht unberührt – nach der Vertreibung der Albaner jedoch "lassen sich die Arnauten unmöglich nur durch eine permanente Kolonisation vertreiben, eliminieren oder beseitigen"… Die einzige Möglichkeit und das einzige Mittel zu diesem Zweck ist die Gewalt – brutale Macht einer organisierten Staatsgewalt.

Ein Teil für sich im Elaborat ist das Kapitel über das internationale Problem der Vertreibung der Albaner Richtung Albanien, besonders aber Richtung Türkei… Die Türkei ist bereit und "willig" etwa 200.000 Menschen zu empfangen und besteht darauf, daß es möglichst Albaner sind. Diesbezüglich wird man eine Einwanderungskonvention unterschreiben über die finanziellen Mittel und man wird die Maßnahmen treffen, um den schnellstmöglichen Transport zu arrangieren. Man verdinglicht die Art der Auswanderung, indem man nur auf die Massenauswanderung besteht, aber zunächst indem man eine Psychose der Angst und Unsicherheit unter Albanern schafft; man versucht, einflußreiche Menschen und den führenden Klerus für sich zu gewinnen; man trachtet danach, Werber aufzutreiben die "das einfache, bessere und reiche Leben in der Türkei" propagieren. Eine wichtige Rolle wird dabei die serbische Presse und Propagandamaschinerie spielen. Ein anderes Mittel: Der Druck durch den Staatsapparat, um den Albanern das Leben in Kosova unmöglich zu machen – durch Geldbußen, Verhaftungen, strenge Anwendung aller Polizeiregeln, Bestrafung von Gesetzesmißachtung und Waldabhölzung, Beschlagnahme von Weideplätzen, Abschneidung von Konzessionen in Privat– und Staatswirtschaft, Abreißen von Hofmauern, Angreifen von vitalsten nationalen, religiösen und ethischen Punkten, wogegen die Kolonisten nach Bedarf mit Waffen zu versorgen sind. Man sollte die altgedienten Freischärlermethoden wiedereinsetzen: Man sollte eine Welle von Montenegrinern aus den Bergen aufhetzen, die massive Konflikte mit den Albanern in Dukagjin auslösen sollen, um somit den Vorwand zu haben, daß die Arnauten einen Aufstand organisiert haben, um ihn schließlich durch das von den montenegrinischen Kolonisten unterstützte Militär niederzuschlagen. Dieses rassistische Elaborat sieht noch ein zusätzliches "Mittel" vor, das von Serbien sehr praktisch nach 1878 angewandt wurde – die heimliche Brandstiftung albanischer Dörfer und Stadtviertel.18

Im Anschluß daran erörtert man das Verfahren der Vertreibung, wobei dargelegt wird, welche albanischen Bezirke in welchen Zeitabständen gesäubert werden sollen, um sie durch serbische Bevölkerung zu ersetzen. Als Vorlage dient dabei die Kolonisation von Toplica und Kosanica nach 1878, als die Albaner aus diesen Gebieten mit brutalster Gewalt vertrieben wurden.

Um sich einen vollständigen Erfolg versprechen zu können, erarbeitet man anschließend die Technik und Politik der Kolonisation. Sie soll demgemäß beständig unter der Überwachung der serbischen Oberhoheit stehen: "In der Kolonisationspolitik muß eine organische Verbindung zwischen der Staatsgewalt, der Privatinitiative und den wissenschaftlichen Institutionen geschaffen werden." Man fordert im einzelnen die Gründung eines Kolonisationsinstitutes im Rahmen der Königlichen Serbischen Akademie der Wissenschaften, und im Rahmen der Regierung die Gründung einer Kolonisationsverwaltung bestehend aus allen Ministerien, die mit diesem Thema zu tun haben. Die Leitung über dieses Organ würde von einem General getragen, dem die schleunigste und gründlichste Vertreibung der Albaner die oberste Aufgabe sein würde. Über alle geschilderten Aktionen wird ?ubrilovi? Geld besorgen… und abschließend wird er nachdrücklich betonen, daß die einzige effiziente Lösung dieses Problems die massenhafte Vertreibung der Albaner ist. Die Staatsgewalt, wenn sie im Kampf um ein Territorium zugunsten seines Elementes eingreift, kann nur dann Erfolge ernten, wenn sie brutal vorgeht, denn der Einheimische in seinem eingeborenen Umfeld ist immer stärker als der Kolonisator. In unserem Fall – sagt ?ubrilovi? – muß dies besonders berücksichtigt werden, da wir es mit einer besonders rüden, flexiblen und fruchtbaren Rasse zu tun haben, über die schon der selige Cviji? geschrieben hatte, daß sie die expansivste am Balkan ist. Deutschland hatte von 1870 bis 1914 Milliarden Mark ausgegeben, um schrittweise polnisches Land aufzukaufen – um das östliche Gebiet zu kolonisieren. Die Fruchtbarkeit der Polen besiegte aber schließlich dennoch das deutsche Geld. 1918 übernahm Polen wieder sein Poznanjia. Unsere erwähnten Statistiken von 1921 und 1931 zeigen, daß auch die albanische Fruchtbarkeit unsere Kolonisationspolitik besiegt hat. Daraus müssen Konsequenzen gezogen werden, und wir müssen uns beeilen, solange noch Zeit bleibt, Korrekturen vorzunehmen".

Neopanslawistische Ansichten des Memorandums
Das demografische Problem im allgemeinen, dementsprechend auch das der Migrationen, war und bleibt eine Konstante in allen chauvinistischen Angriffen gegen Albaner. Dies ist auch aus den Forderungen im Memorandum der SAWK19 ersichtlich: "Die Vertreibung des serbischen Volkes aus Kosova ist ein anschaulicher Beweis seiner historischen Niederlage. Im Frühjahr ’81 wurde dem serbischen Volk ein regelrecht spezieller, offener und frontaler Krieg erklärt, der in verschiedenen verwaltungspolitischen und Legislaturperioden vorbereitet wurde. Dieser Krieg wurde unter Anwendung von verschiedenen Methoden und Strategien geführt, mit klar definierten Rollen, mit nicht ganz geheimer, aktiver Unterstützung einiger politischen Zentren im Land, mit Versorgung aus dem Nachbarausland – dieser Krieg dem man noch nicht von Angesicht zu Angesicht steht und der nicht beim richtigen Namen genannt wird, ist seit nunmehr 5 Jahren im Gange. Er dauert also länger als der ganze Befreiungskrieg in diesem Lande: vom 6. April 1941 bis 9. Mai 1945. Der ballistische * Aufstand in Kosova kurz vor dem Ende des Krieges, organisiert mit Nazihilfe wurde, 1944-45 militärisch geschlagen, jedoch wurde er politisch offenbar nicht geschlagen." (Seite 53) Solche Beschuldigungen erhoben zunächst die "anonymen" Verfasser dieses "Meisterstückes", um dann fortzufahren: "Die derzeitige Gestalt dieses Krieges, umgewandelt in einer neuen Form, wird erfolgreich umgesetzt und nähert sich dem siegreichen Abschluß. Es hat keine wahrhaftige Auseinandersetzung mit der neofaschistischen Aggression gegeben. Alle bisher unternommenen Maßnahmen stoppten die Erscheinung seiner Aggressivität, aber in Wirklichkeit stärkten sie das erwachte und unwiderrufliche rassistische Ziel, das man unter allen Umständen und mit allen Mitteln zu verwirklichen sucht. Es wurden sogar viele drastische Urteile gegen junge Delinquenten ausgesprochen, um Haß zwischen den Nationalitäten zu schüren und zu vertiefen."20 Ihrer Meinung nach wurde "die Aggression" von offiziellsten Vertretern der Provinz unterstützt, die sich zusammen mit den Wissenschaftlern nicht nur arrogant, sondern auch zynisch verhielten… und schreiben im Anschluß, daß "das physische, politische, rechtliche und kulturelle Genozid gegen die serbische Bevölkerung in Kosova die größte Niederlage aller Befreiungskriege, die Serbien geführt hat, angefangen von Orašac 1804 bis zum Aufstand 1941 darstellt." Danach werden die gleichberechtigten Verhältnisse zwischen den Nationalitäten beklagt, "für die auch in Kosova am meisten eben die Serben gekämpft haben"21; aber die autonome "Region" avanciert in einem Moment zum Rang einer autonomen Provinz, um anschließend den Status eines konstitutiven Teiles der Föderation, mit größeren Prärogativen als der Rest der Republik, zu der sie nur formell gehört, anzunehmen. Dies ist das, was die Memorandumschreiber eigentlich beschäftigt und quält.

"Der nächste Schritt der Eskalation sowie die Albanisierung Kosovas ist auf ganz legale Weise vorbereitet".22 Hier nun, was die Albanisierung Kosovas bedeutet: "ebenso die Vereinheitlichung der Literatursprache, nationaler Namen, Fahnen in Büchern, alles nach Unterweisung aus Tirana, völlig offen, wie die Grenze zwischen zwei Staaten" (?!). Diese Experten entdecken sogar, daß "noch dazu Verrate, die üblicherweise geheim begangen werden, in Kosova nicht nur offen, sondern auch demonstrativ verübt wurden."23

Auch die Memorandumschreiber werden auf J. Cviji? zurückgreifen, der ihrer Meinung nach – "berechnet hat, daß bei allen serbischen Auswanderungen, seit jener unter Arsenije ?arnojevi? (1690) bis zu den ersten Jahren unseres Jahrhunderts, über 500.000 Serben vertrieben wurden. Allein zwischen 1876 und 1912 mußten über 150.000 Serben ihr Heim unter heftigem Terror privilegierter albanischer Extremisten verlassen. Während des letzten Krieges wurden 60.000 serbische und andere Kolonisten vertrieben und nach dem Krieg – besonders in den letzten 20 Jahren – haben 200.000 Kosova verlassen… vertrieben durch physische und psychische Schikanen und Terror."24

Diese Politexperten versuchen auch in dieser "Studie", aufgrund falscher Axiomen, die sie auf eine sehr raffinierte Weise aufstellen, über nie stattgefundene, erfundene Emigrationen und über erlogene Probleme die Öffentlichkeit im In– und Ausland von der einzigen Wahrheit der Kosovamigrationen zu überzeugen. Sie werden es sogar dank der mächtigen Propagandamaschinerie schaffen, die ganze jugoslawische Öffentlichkeit zu überzeugen und ihre Unterstützung für die Politik, die sie in Kosova zu verfolgen dachten, zu bekommen. Denn: "Falls die Verhältnisse in Kosova in den nächsten zehn Jahren nicht fühlbar verändert werden, wird es keinen Serben mehr in Kosova geben, statt dessen wird es ein "ethnisch sauberes" Kosova geben, das das Ziel ist, das die großalbanischen Rassisten schon seit der Liga von Prizren (1878-1881) offen verfolgen." … Da sie die Inspiration für die Gründung des chauvinistischen Stabs in Fushë-Kosovë (Amselfeld) waren, rechtfertigen und unterstützen sie zunächst alle Formen der Druckausübung auf die Staatsorgane. "Die Petition der 2.016 Serben und Montenegriner aus Fushë-Kosovë, die dem Bundesparlament und anderen staatlichen Institutionen vorgelegt wurde, ist eine legitime Veranschaulichung der Lage. Mit keiner Begutachtung kann dem serbischen Volke das Recht strittig gemacht werden, sich mit allen legalen Mitteln gegen die Gewalt und Auslöschung zu verteidigen. Falls das Volk diese Verteidigung in der Provinz nicht in Anspruch nehmen kann, soll es sie von der Republik und vom Bund fordern" – empfehlen und ermutigen sie diesen Bevölkerungsteil, um gegen den Druck von albanischen "Separatisten" kämpfen zu können. (Vergleiche ihre Interpretation und Beurteilung der Forderungen albanischer Intellektueller im "Appell 215"!)

"Diese Bürgerinitiativen können nur aus einer autonomistischen, separatistischen und chauvinistischen Sicht als inakzeptabel und feindlich aufgefaßt werden" – untermauern die Memorandumschreiber, um anschließend zu behaupten, daß "sich der Kreis ungelöster Fragen zwischen der Provinzeinhelligkeit … und der Föderationswillkür, die jede wahrhaftige nicht aufschiebbare Maßnahme lahmlegen, schließt". Dann wird unterstrichen, daß "das Schicksal Kosovas eine lebenswichtige Frage des serbischen Volkes bleibt. Wenn diese Frage nicht durch ein gerechtes Ende des aufgezwungenen Krieges gelöst wird, wenn die Sicherheit und Gleichberechtigung nicht wiederhergestellt werden, wenn keine objektiven und dauerhaften Bedingungen zur Rückkehr der Ausgewanderten geschaffen werden, dann wird dieser Teil der Republik Serbien und Jugoslawien zu einem europäischen Problem mit schwerwiegenden und unvorhersehbaren Konsequenzen."

Schließlich sehen sie ebenfalls ein, daß Kosova "einen der wichtigsten Punkte des inneren Balkans darstellt" und daß vorgeblich "die gemischte ethnische Zusammensetzung in vielen Balkangebieten im Einklang mit dem ethnischen Profil der Balkanhalbinsel steht, und die Forderung nach einem ethnisch sauberen Kosova, die auch in die Tat umgesetzt wird, nicht nur eine Gefahr für alle Völker ist, die dort als Minderheiten leben, sondern, falls sie verwirklicht wird, eine wirkliche und dauerhafte Bedrohung für alle Völker Jugoslawiens darstellen wird." Auf diese Weise, indem sie die ethnische Zusammensetzung und die Migrationen einseitig im falschen Lichte und verzerrt darstellen, bezwecken sie dieses "Problem" nach ihrem Maßstab zu "jugoslawisieren", was ihnen auch gelingt. Das Memorandum wird hernach immer als "Wegweiser" und Grundlage für die aggressive Politik gegen die Albaner und Kosova dienen.

Kosova und die Albaner sind jedoch nicht die einzige Zielscheibe des großserbischen Appetits, denn "Kosova ist nicht die einzige Region der Diskriminierung des serbischen Volkes. Der nicht nur relative, sondern auch absolute Fall der Zahl der Serben in Kroatien, spricht genügend dafür".25 Nach ihren Berechnungen in Volkszählungen nach dem Krieg werden die Serben unterschiedlich gezählt, um sich Lika, Kordun und Banija vorzunehmen, die unterentwickelt waren, was die Emigration der Serben Richtung Serbien verursacht hatte.

Die heutige Praktik ist ein eindeutiger Beweis der Forderungen und der Ziele dieses Dokumentes.

Es ist zudem sichtbar, daß der Inhalt dieses Dokumentes fast identisch mit den Optionen J.Cviji?’s ist, nur etwas moderierter, wogegen – was die Forderungen betrifft – eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem ?ubrilovi?’schen rassistischen Modell festzustellen ist.

Mit der Bearbeitung dieses Modells wird die ungezügelte antialbanische Propaganda der chauvinistischen serbischen Kreise neuen Schwung bekommen und sich weiter mobilisieren. Die Boulevardpresse, der Rundfunk und das Fernsehen werden die Informationen von dem "Ort des Geschehens" vielfach verdichten, um das serbische Volk für die bevorstehende "antibürokratische Revolution" vorzubereiten. Schriftsteller und Wissenschaftler werden dabei voll mitmachen. Die serbische "Wahrheit" über die serbische "Seele" und das serbische "Herz" – Kosova – muß auf Tribünen, runden Tischen, Symposien, Beratungen von allen Seiten und Disziplinen thematisiert und untersucht werden. Die Partei und das Regime werden danach trachten, mehr antialbanische Kosova-Experten ans Tageslicht zu bringen. Nicht nur für den internen Gebrauch, sondern auch für den Export. Die aggressive serbische Propaganda wird die Öffentlichkeit täglich mit Dutzenden und Hunderten von Wahrheiten über Kosova und die Albaner füttern.

Die kompetenteste, die autoritativste, die überzeugendste und führende, wenn es um die "wissenschaftliche" Erklärung darüber geht, wie die ethnische Struktur Kosovas friedlich zu verändern ist, ist eben die Verfasserin des Memorandums – die Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste – heutzutage die treue Dienerin des Regimes. Sie nimmt – auf Forderung der Befehlshaber – viele Projekte mit dem Thema Kosova in Angriff, beispielsweise die Umfrage von 1985/86 unter serbisch-montenegrinischen Aussiedlern und publiziert die Ergebnisse im "Demographischen Bulletin II"26, die dann als fachmännische Grundlage zur Verfolgung der Albaner dienen werden und um für alle Fälle in den Bibliotheken und Archiven nicht nur im Inland befindlich zu sein. Gleichzeitig wird das Institut für Balkankunde der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte der Universität Santa Barbara in Kalifornien eine Beratung über Migrationen am Balkan von der Urgeschichte bis heute und die Ergebnisse in der Publikation "Migrations in Balkan History" (1989) publik machen. Natürlich standen die Ergebnisse von vornherein fest, die Untersuchung sollte nur dokumentieren, um sie wissenschaftlich akzeptabel zu machen.

"Die Wahrheit" über serbisch-montenegrinische Auswanderungen aus Kosova nach dem Demographischen Bulletin II der SAWK
Schon im Vorwort enthüllen die Autoren ihr Ziel und ihr "Sorgenkind", das ihnen Kummer bereitet und drängt, diese Umfrage zu veranstalten: "Die Daten aus der letzten Volkszählung weisen auf eine rasante und tiefgreifende Veränderung der ethnischen Struktur der Bevölkerung in Kosova und Dukagjin hin … Mit hoher Fruchtbarkeit und der unvergleichlich höchsten Geburtenrate Europas wächst die albanische Bevölkerung der SAPK * sehr schnell und übt großen Druck nicht nur auf die Ressourcen aus, über die sie verfügt, sondern auch auf die Bevölkerung anderer ethnischen Gruppen" (?!) "Unter dem Druck des albanischen Chauvinismus, der besonders seit der zweiten Hälfte der 60er einen großen Aufschwung zeigt, entstehen eine Reihe von Bedingungen und Faktoren, die die Menschen zum Verlassen der Heimat zwingen. Aus insgesamt 103.000 aus der Provinz ins Gebiet Serbien ausgewanderten Serben und Montenegriner sind nur 17% vor 1961 emigriert, wogegen 83% während der zwei nachfolgenden kritischen Jahrzehnte weggingen. Von 1981 bis 1987 wanderten über 20.000 aus." Die Autoren stützen sich dabei, abgesehen von den offiziellen und Einzelstatistiken des Republikanischen Statistikamtes, auch auf die Angaben des Republikanischen Sekretariats für Innere Angelegenheiten Serbiens, wobei sie die Daten, die das Provinzamt Kosovas sammelte und die sich von den oben erwähnten sowohl methodologisch als auch in den Ergebnissen stark unterschieden, völlig ignorieren.27

"In den 33 Jahren, von der ersten Volkszählung bis zur letzten, hat sich die Zahl der Albaner um 2,5 mal vergrößert, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der Provinz stieg von 69% auf 77%". Man frage sich, was diese Experten tatsächlich untersuchen: die Auswanderung der Serben oder die Vermehrung der Albaner! Als ob man Belgrad um Genehmigung darüber ansuchen müßte, um wieviel sich die Albaner vermehren dürften! Was bereitet eigentlich diesen "humanitären" neomalthusianischen Forschern so viel Kummer? Daß sich die Teilnahme der Bevölkerung Kosovas an der gesamtjugoslawischen Bevölkerung von 4% (1948) auf 4,8% (1953), 6,1% (1971) und 7% (1981) erhöhte? Gleichzeitig unterstreichen sie: "Es verringert sich spürbar die Zahl der serbisch-montenegrinischen Bevölkerung, ihre Teilnahme fällt von 28% auf 15%, und aller Wahrscheinlichkeit nach auf 9% im Jahre 1987" (die natürliche Zuwachsrate der Serben in Kosova liegt höher als die der Serben in Serbien.) "Die ethnische Homogenisierung Kosovas und Dukagjins ist also im vollen Gange und erfüllt hiermit das Grundziel der albanischen Chauvinisten und Separatisten." Wie soll man solch eine ordinäre Manipulation der Tatsachen benennen, wenn die gesamte statistische Dokumentation, insbesondere die vom Jahre 1981, deutlich belegt, daß fast alle Migrationsbewegungen "in situ" in Jugoslawien und in allen Föderationseinheiten die Tendenz zur nationalen Homogenisierung aufweisen? Dies ist auch in den Arbeiten auf diesem Gebiet authentischer Autoren28 nachvollziehbar.

Wegen der Alterung der Bevölkerung gab es 1981 aus insgesamt 640 Gemeinden in Jugoslawien 226 mit Bevölkerungsverminderung, davon 58 in Serbien und 21 in der Vojvodina. Daß zu jeder Geburt zwei Abtreibungen kommen, wird in den Arbeiten der Akademie nie erwähnt.

Bei der Erörterung dieser "unerwarteten Tendenzen" veranstaltet der Interdisziplinäre Ausschuß zum Studium Kosovas der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste eine Umfrage bei 500 Familien, die aus Kosova nach Serbien ausgewandert sind. Die Ergebnisse der Umfrage werden in der sechsbändigen Publikation – 338 Seiten ausgeschmückt mit statistischen Tabellen, "authentischen" Aussagen der befragten Personen, anderem Material zur Erläuterung der bei der Umfrage angewandten Methoden, dem Fragebogen usw. Es ist eine höchst bestreitbare und subjektive Publikation, die von den großserbischen Politikern bestellt wurde, um ihre tagespolitischen Bedürfnisse zu erfüllen. Alle Unwahrheiten und Verleumdungen über die Migration – "Aussiedlung" – der Serben, die hier serviert werden, sind sogar für die serbische Akademie beispiellos ungeheuerlich. Um hier nur ein paar der Thesen und Fragen zu erwähnen, die hier im vorhinein gestellt wurden: allgemeine Bewertung der Beziehungen mit der albanischen Bevölkerung; der Zeitpunkt der Verschlechterung der Beziehungen; Diskriminierung im Handel, Verkehr und Gesundheitswesen; Bedrohung des Eigentums und der Überlebensquellen; Diskriminierung am Arbeitsmarkt und Arbeitsplatz; ideologische Diskriminierung im Schulwesen; Diskriminierung in den Medien; Diskriminierung in den gesellschaftlich-politischen Organisationen; Bedrohung der nationalen Identität; institutionelle Diskriminierung in den Regierungsorganen, Sicherheitsorganen, Gerichten usf. Es ist ersichtlich, wie die Ergebnisse – die Antworten der Aussiedler auf solche Fragen – ausgefallen sind. Offenkundig ist auch die Zielsetzung.

" … Doch selbst wenn unsere Erzählung keinen Ertrag bringt, bleibt sie in Büchern festgehalten." Mit diesem Satz eines Befragten schließen die Spezialexperten der SAWK ihre Enquete.

Verleumdungen bezüglich dem politischen Exil der Serben aus Kosova
Im Bulletin, herausgegeben von der an der Universität Santa Barbara in Kalifornien abgehaltenen Beratung über Migrationen der Völker am Balkan von der Urgeschichte bis heute, ließ sich das Institut für Balkankunde der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste von seinen Spezialisten mit entsprechenden Beiträgen vertreten.29 Gleich zu Anfang muß betont werden, daß die Qualität der Beiträge bezüglich der Objektivität und wissenschaftlichen Dokumentation stark im Vergleich zu den westlichen Autoren pendelt. Der führende Beitrag stammt aus der Feder des Marko R. Stefanovi?, der die wissenschaftstheoretischen Ansätze der Ethnizitäts- und Migrationsstudien der Urgeschichte behandelt. Er wird gleich zu Beginn unterstrichen, daß "die Methoden, die in der Archäologie angewandt werden, wenn es um Migrationen geht, nicht ohne die Anthologie, die subjektive Leidenschaft und vor allem die Ethnie des Forschers auskommen."30 Unabhängig davon wird der Autor einräumen, daß die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten vorgeschichtlicher Migrationen nicht unbedingt ungültige Auslegungen sind. N. Teali? führt eine Übersicht der vorgeschichtlichen Migrationen am Balkan vom 3. Jh. bis 1. Jh. v.Chr. synthetisch aus. Dieser Text ist gut dokumentiert und weicht nicht sonderlich von den bisher allgemein anerkannten Ansichten über diese Migrationen ab, obwohl er stellenweise viel Raum zur Diskussion läßt. Robert Frakes behandelt die Frage des Verschwindens der Hunnen im frühen Mittelalter. Er benutzt dazu römische, byzantinische u.a. Quellen und kommt zum Schluß, daß die Hunnen nach ihrem Eindringen in Europa Ende des 4. Jh. n.Chr. von der panonnischen Bevölkerung in wenigen Generationen assimiliert wurden. Der Beitrag des amerikanischen Slawisten Henrik Birnbaum ist dem Thema der Slaweneinwanderung in den Balkan gewidmet. Es folgen fünf Beiträge, die dasselbe Thema vom frühen Mittelalter bis zum 9. Jh. behandeln. Dragoljub Dragojlovi? spricht über die Verbreitung der Serben von Lika (Kroatien, Anm. d. Übers.) bis Kleinasien! Dann schildert er serbische Migrationen und die Verbreitung serbischer Ethnonyme im Staate der Nemanjiden und jene nach dem Fall des mittelalterlichen serbischen Staates. Auch B. Kreki?, D. ?ivojinovi? und R. Samard?i? stehen eindeutig unter dem Rausch des Sveti Sava. Der letzte wird unterstreichen, daß die Serben während ihrer Migrationen ihren Lebensraum immer vergrößerten, einen hohen Grad an innerer und sprachlicher Vereinheitlichung schafften, aber gleichzeitig ihre "nationale Identität" verloren, als sie zum Katholizismus überwechselten, wogegen die Migrationen aus Südserbien den Prozeß einleiteten, der mit dem heutigen Einbüßen Kosovas endete.31

Einen "Beitrag" zur Erhellung der Migrationen und des Bevölkerungsaustausches während der Balkankriege und nach dem Ersten Weltkrieg versucht Dimitrije ?or?evi? zu leisten. Unter anderem behauptet er, daß zwischen 1912 und 1923 Jugoslawien und Rumänien 270.000 Ungarn verlassen haben, Bulgarien 251.000 Zuwanderer aus Nachbarstaaten empfangen habe, über 1.250.000 Griechen nach Griechenland umgesiedelt wurden und über 500.000 Moslems (von denen den Löwenanteil Albaner aus Çamëria ausmachten) den Balkan Richtung Türkei verließen.32

Der hervorragendste Verfechter der serbischen "Wahrheit" über die Hintergründe des politischen Exodus der Serben aus Kosova im 20. Jh. ist Veselin ?ureti? vom Institut für Balkankunde der SAWK. Er betont am Anfang die Aussiedlung von 30.000 von 1981 bis 1988,33 ohne eine statistische Quelle zu erwähnen. So haben Albaner – nach seinen Angaben – zur Jahrhundertwende 500.000 und bis zum Ersten Balkankrieg 400.000 Serben aus dem Süden vertrieben!!!34 Diesem Forscher nach haben Ballisten und Ustaša während des Zweiten Weltkrieges im gesamten Gebiet Jugoslawiens 1.500.000 Serben liquidiert!!! Er behauptet, daß die genaue Anzahl der Ermordeten nicht genau ermittelt werden kann, da dies "im Interesse der Brüderlichkeit-Einigkeit" verschwiegen wird.35 Während des Krieges, fährt ?ureti? fort, seien 80-100.000 Serben aus Kosova vertrieben worden. Das Jonglieren mit großen Ziffern, insbesondere wenn es um Kriegsopfer geht – obwohl höchst geschmacklos, hat in erster Linie damit zu tun, ganze Völker als genozidale Serbenmörder abzustempeln. Er bemüht sich, aufgrund der hohen Zahl der serbischen Opfer, die These aufrechtzuerhalten, daß die Serben immer ein friedliebendes Volk waren und daß sie immer von anderen unterdrückt wurden, in erster Linie von Albanern und Kroaten. Sein Text wurde geschrieben mit dem Zweck, die Öffentlichkeit, die unter den Einfluß der Albaner gefallen ist, von seiner Wahrheit zu überzeugen.

Als er eingesehen hat, daß sich Serbien infolge seiner rassistischen Expansionspolitik gegenüber Albanern aus Kosova in der internationalen Weltöffentlichkeit immer weiter kompromittiert hat und daß die Glaubwürdigkeit Jugoslawiens eben wegen dieser serbischen Politik zum absoluten Tiefpunkt gelangt ist, wendet er sich an die Zuhörerschaft mit der Frage: "Hat der Westen die seit einem Jahrhundert und insbesondere im Zweiten Weltkrieg progressive Rolle Serbiens schon wieder vergessen?" Nach ?ureti? haben alle umliegenden Völker immer zum Schaden Serbiens und der Serben gearbeitet. Die Serben behandelte man immer minderwertig, erst recht als Teil der jugoslawischen Föderation – denn: "Die Serben wurden in der jugoslawischen Föderation zerteilt, und dieses System ermöglichte es, daß die Minderheit die Mehrheit unterdrückt"! Die Klagen über die geschichtlichen Ungerechtigkeiten, die dem serbischen Volke angetan wurden, erblassen dann in einer zwielichtigen Perspektive, denn die Serben scheinen Opfer ihrer selbst gewesen zu sein: "katholisierte, islamisierte und arnautisierte Serben hätten die Verfolgungen gegen sie getrieben.36 Er versucht dennoch die Leserschaft davon zu überzeugen, daß die Serben ein altruistisches Volk sind, denn trotz allem Terror, den sie erduldet haben, haben sie sich auf eine zivilisierte Weise als "große Nation" befreit und sie haben keine Rache gegen die Albaner nach der "Befreiung" Kosovas und Dukagjins 1912 verübt!? Nebenbei erwähnt er aber dennoch, daß 35.000 Albaner, überwiegend "reine Leibeigene", aus Kosova vertrieben wurden.37

Das alte Jugoslawien angeblich "unterbrach die ausgeprägt serbische nationale Politik", und andererseits "formten die Albaner schrittweise ihre ethnische Identität"!? Um den Gipfel seiner Albanerliebe zu eröffnen, fügt dieser fachkundige Spezialist hinzu, daß auch historische Gestalten "wie selbst Skanderbeg, Serben waren".38

V. ?ureti?, dieser selbstbezeichnete "Serbozentriker", versucht zum Schluß die amerikanischen Leser davon zu überzeugen, daß nach dem Fall Rankovi?’ den Albanern (šiptari) alles wiedergutgemacht wurde und daß von der Zeit an für die Serben sich alles zum Schlechteren wendete, zumal dann der albanische Nationalismus und Separatismus Fuß faßte und ins Unermeßliche wuchs.


1 FESH, S. 741.

2 Op?a enciklopedija, JLZ, Zagreb, 1977, S. 106.

3 Jugoslovenska Enciklopedija, JLZ “Miroslav Krle?a”, Zagreb, 1974, S. 319.

4 Siehe ausführlicher Blaku, Rifat, Shënime gjeografike–ekonomike mbi disa vatra të krizave, in "Kërkime gjeografike" Nr. 2, Prishtina, 1980, S. 29–31.

5 Siehe ausführlicher Blaku, R., Shënime gjeografike–ekonomike mbi disa vatra të krizave, in "Kërkime gjeografike" Nr. 2, Prishtina, 1980.

6 Stojan?evi?, V., Cviji?eva antropogeografska škola i njen doprinos našoj istorijografiji [Cviji?’sche anthropogeographische Schule und ihr Beitrag unserer Geschichtswissenschaft], in Cviji?ev zbornik, SANU, Belgrad, 1968, S. 58.

7 Radovanovi?, V.S., Cviji?eva antropogeografska ispitivanja [Cviji?’sche anthropogeographische Untersuchungen], SANU, Beograd, 1957, S. 31.

8 Cviji?, J., Uputstva za ispitivanje porekla stanovništva i psihi?kih osobina [Einleitung zur Untersuchung psychologischer Eigenschaften und der Herkunft der Bevölkerung], Matica Srpska, Novi Sad, 1922, S. 3.

9 Cviji?, J., O nau?nom radu i o našem univerzitetu – rektorski govor [Über die wissenschaftliche Arbeit und über unsere Universität – Rektoransprache], in Govori i ?lanci, II, Belgrad, 1921, S. 78.

10 Filipovi?, M., Cviji?eva antropogeografska škola, in Geografski pregled, I, Sarajevo, 1957, S. 18.

11 Cviji?, J., Balkansko Poluostrvo i ju?noslovenske zemlje – osnovi antropogeografije [Balkanhalbinsel und südslawische Länder – Grundzüge der Anthropogeographie], Belgrad, 1966, S. 164.

12 Cviji?, J., Balkansko Poluostrvo i ju?noslovenske zemlje… ebenda, S. 176.

13 Cviji?, J., O iseljavanju bosanskih muhamedanaca [Von der Aussiedlung bosnischer Moslems], in “Knji?evni Glasnik", Belgrad, 1910, S. 255.

* Sturmkavallerie, die aus Söldnern, im Dienste rebellischer Großgrundbesitzer, bestand.

14 Cviji?, J., Seobe i etnobiološki procesi, Cviji?eva knjiga … S. 42.

15 Nejašmi?, Ivica, Zna?enje Cviji?evih istra?ivanja migracija u Jugoisto?noj Evropi, Bilten, Nr.6, Zagreb, 1978, S. 18.

16 FESH, ASHASH, S. 145.

* türkisch "Albaner", im Serbischen wird es abwertend gebraucht (Anm.d.Übers.).

17 Siehe ausführlicher Blaku, Rifat, Tendencat e kolonizimit – serbizimit të Kosovës, Shpërnguljet e shqiptarëve gjatë shekujve, Prishtina 1992, S. 261–262.

18 Über die Vorlesung des V. ?ubrilovi? im serbischen Kulturklub (7. März 1937) siehe ausführlicher: Blaku, R. Ebenda S. 262.

19 Memorandum der SAWK (Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste) S. 53.

* Zu Balli Kombëtar, albanische rechte Partei im Zweiten Weltkrieg (Anm. d. Übers.)

20 Memorandum der SAWK. S. 54.

21 Memorandum der SAWK. S. 55.

22 Memorandum der SAWK. S. 55.

23 Memorandum der SAWK. S. 55.

24 Memorandum der SAWK. S. 57.

25 Siehe diesbezüglich Brandit, Miroslav; ?ovi?, Bo?a; Letica, Slaven; Pavi?, Radovan; Tomac, Zdravko; Valenti?, Mirko und ?ulji?, Stanko: Izvori velikosrpske agresije (rasprave - dokumenti) [Quellen der großserbischen Aggression (Abhandlungen - Dokumente)]. Tiskara Rijeka, S. 1991. (besonders Brandit, M.: Antimemorandum, S. 209-256).

26 Seobe Srba i Crnogoraca sa Kosova i iz Metohije [Die Auswanderung von Serben und Montenegrinern aus Kosova und Dukagjin], SANU [SAWK], Belgrad, 1989.

* Sozialistische Autonome Provinz Kosova (Anm. d. Übers.).

27 Seobe Srba i Crnogoraca sa Kosova i iz Metohije [Die Auswanderung von Serben und Montenegrinern aus Kosova und Dukagjin], SANU [SAWK], Belgrad, 1989, S. 3.

28 Siehe z.B. Hudolist, D., Kako se jugosloveni sele i dijele [Wie die Jugoslawen umsiedeln und sich teilen], Interview mit Silva Me?nari?, oder Friganovi?, M., Emigracijski i imigracijski prostori Jugoslavije kao funkcija društveno-ekonomijske razvijenosti [Emigrations- und Imigrationsräume Jugoslawiens als Funktion gesellschaftlich-wirtschaftlicher Entwicklung], Pregled, 11-12, Sarajevo, 1981, S. 1226-1236; oder die Herausgeberin dieses Bandes Petrovi?, R. in einer ihrer früheren Arbeit: Etni?ki aspekti migracije u Jugoslaviji [Ethnische Aspekte der Migrationen in Jugoslawien], Beograd, 1980, die dort versucht, aufgrund der Volkszählungen von 1961, 1971 und 1981, eben die Tendenz der zwischenrepublikanischen Migrationen zur Ethno-homogenisierung zu beweisen.

29 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 115-121.

30 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 115-121.

31 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 115-121.

32 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 125.

33 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 142.

34 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 133.

35 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 136.

36 Heršak, Emil, Migrations in Balkan History, Rezension, Migracijske Teme I [Migrationsthemen I], 1990, Zagreb, S. 133.

37 Heršak, Emil, Ebenda.

38 Heršak, Emil, Ebenda, S. 134.

 

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